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Das PillerseeTal ist bereit für die Sommersaison

von Martin Weigl (Kommentare: 0)

Bild TVB PillerseeTal - Defrancesco: TVB Geschäftsführer Armin Kuen

Das PillerseeTal ist bereit für die Sommersaison


Nach Ostern wird hoffentlich sobald als möglich der Startschuss in die Sommersaison fallen und die Unterkunftsbetriebe sowie Gastronomie nach langer Hängepartie wieder öffnen können. Im Interview berichtet der Geschäftsführer des Tourismusverbandes PillerseeTal, Armin Kuen, über die Vorbereitungen einer sehnsüchtig erwarteten Tourismussaison und die Lehren aus der Corona-Pandemie.

Frage:
Schon im Oktober vergangenen Jahres hat der TVB PillerseeTal, in enger Zusammenarbeit mit den Partnern innerhalb der Region sowie den Nachbarregionen, viele COVID-Maßnahmen vorbereitet. War dies verlorene Arbeit oder profitiert die Region in der kommenden Saison davon?


Armin Kuen:
Corona wird uns auch weiterhin begleiten und wir werden lernen müssen, damit umzugehen. Echte Entspannung wird es erst mit flächendeckender Impfung geben. Insofern hilft uns, was im Herbst mühsam aufgebaut wurde, für die bevorstehende Sommersaison. Dazu zählen beispielsweise die Sicherheitskonzepte, die Teststrategie und auch die Abläufe in der Region bzw. das Zusammenspiel der Partner im PillerseeTal. Aber auch mit den Kollegen im Tiroler Unterland stimmen wir uns regelmäßig ab und konnten so einiges auf die Beine stellen, wie beispielsweise ein gemeinsames Tool zum Contact Tracing. Wir sind also gut aufgestellt, hätten uns aber durchaus eine bessere Koordination und Abstimmung mit dem Land gewünscht, auch um Ressourcen gemeinsam besser zu nutzen.

Frage:
Ein wesentlicher Punkt war auch die, mit den Unterkunftsbetrieben gemeinsam, auf den Weg gebrachte Kampagne, die unter anderem einfachere Stornobedingungen vorsehen. Wird es das das auch in der Sommersaison geben?


Armin Kuen:
Die Kampagne „Urlaub im PillerseeTal, aber 5icher“ mit 5 guten Gründen für unsere Region hat ja bereits im vergangenen Sommer ausgezeichnet funktioniert. Ein wesentlicher Punkt war die flexible Buchung sowie Stornierung, die wir ohne die großartige Unterstützung und Kooperation der Unterkunftsbetriebe nicht schaffen hätten können. Die Kampagne wird auch heuer weitergeführt. Wir arbeiten gerade am Kampagnenbild, den Inhalten und Wordings. Die flexible Buchbarkeit ist weiterhin eine unbedingte Notwendigkeit für die Gäste im Sommer und wahrscheinlich auch noch im nächsten Winter.

Frage:
Auffällig war, dass im PillerseeTal, trotz fehlender Gäste, im Winter einige Neuerungen - beispielsweise im Langlaufsektor umgesetzt wurden. Was ist für den Sommer geplant?

Armin Kuen:
Natürlich betrifft Corona auch unseren Haushalt. Bei aller kaufmännischer Vorsicht versucht der TVB den Bogen zwischen Budgetsorgfalt und Weiterentwicklung zu spannen. Gerade in Krisenzeiten darf man nicht stehen bleiben, sondern muss in die Zukunft investieren. Im Winter haben wir den Fokus auf naturnahe Erlebnisse gelegt und entsprechend neue Produkte im Bereich Langlauf, Winterwandern und Wintergenuss geschaffen. Im Sommer setzen wir diesen Weg konsequent fort.
So erweitern wir den Steinbergkönig um eine Station in Hochfilzen, wo die Abenteurer verlorene Zauberkristalle mit dem Kristallzug zurückgewinnen müssen - Teamgeist wird auch hier wieder eine große Rolle spielen.
Die Sagenwanderung in Waidring wird komplett erneuert. Die Sagen werden kindgerecht erzählt und können mittels QR-Code am Mobiltelefon abgerufen werden. Zudem wird die Streckenführung geändert und wird dann auch kinderwagentauglich sein.
Und last but not least erhält auch der Biathlon WM-Pfad eine spannende Erweiterung in technischer Form - das Stichwort lautet „Augmented Reality“ - allzuviel wollen wir dazu aber noch nicht verraten.-

Frage:
Beim Thema Bike wurde im vergangenen Sommer in Zusammenarbeit mit den Nachbarregionen Leogang, Saalbach Hinterglemm ein gemeinsames Erlebnis geschaffen - wird die Zusammenarbeit verstärkt?

Armin Kuen:
Überhaupt hat uns die Krise wieder deutlich vor Augen geführt, dass die Zusammenarbeit in und außerhalb der Region extrem wichtig ist. Die KAM ist ja schon lange unsere wichtigste Kooperation - ein starker Verbund mit starken gemeinsamen Produkten. Künftig wollen wir uns noch stärker mit den Nachbarregionen vernetzen - etwa beim Thema Bike.
Wir sind seit vergangenem Sommer gemeinsam mit Saalfelden-Leogang und Saalbach-Hinterglemm in einem Bike Marketingpool. Wir treten am Markt gemeinsam als größte Bike Region Österreichs auf. Gemeinsam mit unseren Leistungsträgern haben wir am Produkt Bike gearbeitet. Es entsteht die neue „Bikearena Fieberbrunn - Streuböden“ mit dem 4 Kilometer langen Schweinestberg-Trail, einem Pumptrack und dem Easy Park Obingleiten mit zwei Lines. Zudem arbeiten wir auf der Steinplatte und in Hochfilzen an einem Ausbau des Bike-Wegenetzes. Hier stehen wir in guten Gesprächen mit den Grundbesitzern, natürlich immer in Abstimmung mit den Gemeinden.
Unsere Bikeshops haben vor allem im E-Bike Sektor aufgerüstet und so können wir nun fast täglich geführte Bike Erlebnisse - wie die kulinarische E-Mountainbike Tour oder eine Bike & Hike Tour zum Wildseeeloder - anbieten.

Frage:
Das PillerseeTal ist ja bekannt für seine starken Veranstaltungen und Events - wie blickt man diesbezüglich in die Sommersaison?


Armin Kuen:
Wir haben im letzten Sommer schon bewiesen, dass wir Veranstaltungen mit den nötigen Sicherheitsvorkehrungen umsetzen können: Natürlich ist das ein immenser Kraftakt für alle Beteiligten und wir hätten es uns einfacher machen und alles absagen können. Jeder hätte es verstanden, aber die Veranstaltungen haben einen hohen Stellenwert in unserer Region, weshalb wir uns entschieden haben es zu versuchen. Das Feedback der Gäste und natürlich auch der Einheimischen haben uns bestätigt. Seeleuchten, Bummelnächte, Spielenächte oder der Lange Freitag sind alle wunderbar über die Bühne gegangen. Und so planen wir das auch in diesem Sommer. Unsere Highlights wie Stoabergmarsch, ROCKdays und vor allem der KAT100 sind ebenfalls voll in Planung. Außerdem hoffen wir in diesem Jahr wieder ein KAM-weites Bergsommer-Opening realisieren zu können.-

Frage: Wie würde ein Fazit zu den vergangenen 12 Monaten ausfallen?

Armin Kuen:
Eines kann man heute schon sicher sagen: das letzte Jahr wird in die Geschichte eingehen. Noch nie war es wichtiger, intensiv mit unseren Vermietern und Leistungsträgern im Austausch zu stehen. Ich glaube, die Aufgabe als zentrale Informationsquelle für Gäste, Vermieter und Einheimische zu fungieren, haben wir sehr gut erfüllt. Corona Hotline, fast tägliche Newsletter und vieles mehr waren hier bewährte Tools. Zudem haben wir auch auf neue Kommunikationsplattformen gesetzt, wie etwa der Corona TV Serie, die wir gezwungenermaßen machen mussten, da keine physischen Sitzungen erlaubt waren. Dieses Format ist sehr, sehr gut angenommen worden und das werden wir auch weiterführen.
Wir haben die Zeit aber auch genutzt, um noch mehr Service für unseren Gast zu bieten.
So gibt es nun beispielsweise einen neuen Onlineshop, über den Merchandise Artikel und Urlaubsgutscheine gekauft werden können. 160 Betriebe aus unserer Region akzeptieren bereits die Gutscheine.  Die neue Webseite der Kitzbüheler Alpen wurde ebenso gelauncht und bietet eine top moderne Informationsplattform.
Es war also insgesamt ein Jahr der großen Einschnitte und Veränderungen, aber auch ein Jahr des Zusammenwachsens und der Innovationen.

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